Erfahrungsberichte

Meet Samir - Von Theologie zum Full Stack Java Developer

23. Juni 2022

Samir Alumni Web Development Java Doppelabsolvent

Samir berichtet von seinem Werdegang zum Software Engineer und erzählt wie er sich und andere motiviert.


Von Erziehungswissenschaften und Theologie ins Software Engineering - die Motivation ist entscheidend!

Auf einen Kaffee mit… Samir! Wir haben mit dem lebensfrohen Samir gequatscht, der nach dem Bootcamp als Software Engineer in einer IT-Beratung durchgestartet ist. Nach einem Studium in Erziehungswissenschaften und Komperativer Theologie wollte sich Samir neu erfinden – und erzählt uns hier wie es zu seinem neuen Werdegang in der IT kam und er nebenbei als Motivationsblogger andere dazu anspornt, sich neuen Möglichkeiten zu öffnen.

Warum bist du zu neue fische gekommen?

Um diese Frage wirklich beantworten zu können, müsste ich ungefähr 7 Jahre zurück gehen. Nachdem ich 2015 meinen Bachelor in Erziehungswissenschaften beendet hatte, zog ich im September desselben Jahres für ein Masterstudium in „Komperativer Theologie“ nach Hamburg. Meine Vorstellung war damals, dass ich nach meinem Master in diesem Feld als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeiten wollte und in die Lehre gehe. Als ich 2018 dann mit einem sehr guten Schnitt das Studium abschloss, versuchte ich zwei Jahre eine Stelle als "WiMi" zu bekommen, leider wie sich herausstellen sollte ohne großen Erfolg. 

Ich hatte während dieser Zeit verschiedene Beschäftigungen, meist in der Öffentlichkeitsarbeit, als Pressereferent oder in der Projektarbeit. Irgendwann musste ich mir selbst die Frage stellen, wie lange das noch weitergehen soll? Also entschied ich mich nach mehreren Gesprächen mit meiner Arbeitsvermittlerin zu einem neuen Werdegang in der IT-Branche. Durch Eigenrecherche fand ich dann eine Werbung für neue fische in meinen Social Media Kanälen. Und so kam ich dann sofort ins Gespräch mit Euch. Ich hatte davor zwei andere Träger gefunden und habe mir ihre Bewerbungsprozesse angeschaut. neue fische hat mich sofort überzeugt, weil man sofort ins Coding eingestiegen ist und so Plattformen wie freecodecamp kennenlernte.


Was war deine größte Herausforderung?

Meine größte Herausforderung war in der Woche 3. Da fing ich an, an mir selbst zu zweifeln und meine Beweggründe in Frage zu stellen. Doch ich dachte in dem Moment an meine Zukunft und das was mir diese Weiterbildung für neue Türen öffnen könnte. Ich habe weitergemacht und bis zum Schluss nicht aufgegeben.


Was hat dir am Bootcamp am besten gefallen?

Zunächst war es die Atmosphäre. Drei tolle Coaches und eine wirklich wahnsinnig offene Gruppe, die sich gegenseitig unterstützte bei Problemen. 


Wie war dein Einstieg im Job?

Der Einstieg in meine neue Tätigkeit als Software Engineer war ein sehr entspannter. Die ersten zwei Wochen waren für das Networking gedacht. So hatte ich die Gelegenheit einige meiner Kollegen kennenzulernen. Ich hatte auch das unfassbare Glück in Woche 3 eine Reise nach Valencia zu machen, was zwei Tage Bereichsseminar und ein dreitägiger Besuch bei einer der größten IT-Messen Europas beinhaltete, der KubeCon. Zwischenzeitlich wurde ich mit einem meiner Kollegen der mit mir zusammen angefangen hat, in ein internes Projekt eingeführt, um einen OSSLR (Open-Source-License-Reporter) zu programmieren. Ein guter Einstieg in das, was einen in externen Projekten erwarten würde.

Also alles in allem ein sehr gelungener Einstieg in den Job.


Was war dein Highlight-Moment im oder nach dem Bootcamp?

Ich glaube, jeder der die Bootcamps besucht hat, kann mit Gewissheit sagen, dass die größten Highlights im Bootcamp und auch danach diese kleinen Erfolgsmomente sind in dem ein Programm, das man geschrieben hat, auch funktioniert. Ich erlebe selbst nach meinem Einstieg in den Job immer noch diese kleinen Erfolge, wenn man vor einem Problem steht und diesen lösen konnte. Oft fallen einem diese Lösungen plötzlich ein. Ich weiß noch, wie ich im zweiten Bootcamp (Java Development) in der Nacht einen Geistesblitz hatte für ein Problem im Code den ich vorher nicht lösen konnte. Am nächsten Morgen probierte ich diesen Ansatz und war dann unheimlich froh, dass er funktioniert hat. Es ist ein beruhigendes Gefühl.


Wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Studis?

Beim Web Development Bootcamp war es natürlich anfangs noch eine neue Situation. Man war sehr bunt gemischt, einige hatten bereits vorher Erfahrungen gemacht mit Programmierung und andere wie ich haben komplett bei „0“ angefangen. Aber dadurch, dass man Studis in seinem Kurs hatte, die schon etwas Erfahrung gemacht hatten, war es umso schöner, dass sie den Unerfahrenen eine Hilfestellung gaben. Das Wichtigste, was uns in diesem Zusammenhang die Coaches ans Herz gelegt hatten war, sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern nur auf sich und seinen eigenen Lernweg zu konzentrieren. Im Endeffekt führte das zum eigenen Erfolg des Bootcamps und zu einer Verfestigung des Teamspirits innerhalb der Gruppe. 

Im Java-Bootcamp war es genauso. Wenn die Gruppendynamik stimmt und sich jeder gegenseitig hilft und unterstützt, dann schafft man das Bootcamp zusammen.


Wie kam es, dass du dich noch für ein zweites Bootcamp entschieden hast?

Ich hatte in dem Zusammenhang eine gute Arbeitsvermittlerin, die genau wusste, welche Qualifikationen gerade im IT-Markt gefragt sind. Aber auch dem Bewerber-Team bei meinem jetzigen Arbeitgeber ist es zu verdanken, dass ich diese Chance nutzen konnte. Normalerweise hätte ich bereits im März anfangen können, aber da ich die Möglichkeit hatte zu entscheiden den Back-End Kurs zu belegen und dann anzufangen, fiel mir die Entscheidung ziemlich leicht. Daher nahm ich die Chance wahr und absolvierte Ende April den Java Kurs.

Du bloggst über Motivation: Was ist deine eigene Motivation? Und warum glaubst du, ist Motivation das Wichtigste?

Meine Motivation rührt aus meinem Glauben heraus, dass manche Situationen in unserem Leben einen Sinn haben, weswegen sie passieren. Wenn sich Dir eine Türe schließt, dann weißt du, dass irgendwo für Dich eine Tür bestimmt ist, die offen ist und die du betreten kannst. Mir wurden viele Türen verschlossen, aber ich bin durch die einzige Tür, die offen blieb durchgegangen. Klingt fast schon wie ein Zitat von Matrix in dem der Charakter Morpheus dem Protagonisten Neo die Wohnungstür des Orakels zeigt und sagt:

„Ich sagte ich kann Dir nur die Tür zeigen. Durchgehen musst du ganz allein.“

Ich glaube jeder von uns, der eine weitreichende Entscheidung in seinem Leben trifft, ist auserwählt diesen Weg zu beschreiten. Daher war es mein Weg von der Theologie, die ich bis dahin vertieft studierte, zu verlassen und einen anderen Weg einzuschlagen. Es erfordert nur den Mut und die nötige Motivation. Mut den Schritt zu gehen, und Motivation den Weg bis zum Ende zu beschreiten, bis man an sein Ziel kommt. Dazu muss man aber über seine Motive im Klaren sein, weshalb man diesen Weg beschreitet.

Es sind aber auch die Menschen, die uns unterstützen diesen Weg zu gehen, die einen großen Teil beitragen. In meinem Fall war es meine Familie, meine Frau und mein Sohn, die mich noch mehr gepushed haben.



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