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Warum sich eine bezahlte Auszeit vom Job lohnt

1. November 2022

Du träumst von einer Auszeit vom Job – vielleicht auch, um dich weiterzubilden? So geht's!


Warum sich eine bezahlte Auszeit vom Job lohnt

Eine bezahlte Auszeit vom Job außerhalb der regulären Urlaubstage ist der Traum vieler Angestellter. Wir sagen dir alles, was du über Bildungsurlaub, Sabbatical & Co. wissen musst und wie du die Auszeit bestmöglich nutzen kannst.

SO nutzt du den Bildungsurlaub

Aktuell nutzen nur 2 % der Deutschen ihren Bildungsurlaub. Wir finden: Das sollte sich schnellstens ändern! Denn diese bezahlte Auszeit vom Job kannst du nutzen, um ...

  • dir einen neuen beruflichen Skill anzueignen

  • dich in einem Bereich zu spezialisieren, der dein Unternehmen in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch Chancengleichheit von benachteiligten Personen nach vorne bringt

  • deine Work-Life-Balance zu verbessern, indem du zum Beispiel einen Kurs zu mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz oder auch Selbstorganisation besuchst

  • deine persönlichen Interessen zu verfolgen – diverse Sprachkurse lassen sich als Bildungsurlaub buchen.

Diese Formen von Bildungsurlaub gibt es

Du kannst Bildungsurlaub entweder als Reise buchen oder dich an deinem Wohnort weiterbilden. Besonders beliebt sind Sprachreisen nach Spanien, Griechenland oder auch Malta (hier lernst du übrigens nicht Maltesisch, sondern Englisch). Auch Bildungsurlaub, der auf Stressbewältigung und der Verbesserung deiner mentalen Gesundheit abzielt, ist oft mit einer Reise verbunden – ein Yoga-Retreat in den Alpen oder auch ein Wander-Urlaub im Harz oder ein Aufenthalt an der Nordsee. Design-, Marketing- oder Buchhaltungsskills werden in der Regel nicht als Reise angeboten. Die Kurse dazu finden meist in Bildungseinrichtungen statt. Du kannst aber natürlich einen Trip innerhalb Deutschlands daraus machen und deine Weiterbildung mit einem Städteurlaub verbinden.

Die meisten Angebote sind auf die gesetzlich vereinbarten fünf Tage ausgelegt. Manchmal gibt es auch zehntägige Kurse – für diese kannst du dir deinen Bildungsurlaub aus zwei Jahren „aufsparen“.

So beantragst du Bildungsurlaub

Deinen Bildungsurlaub kannst du in nur drei Schritten beantragen.

1. Einen passenden Kurs finden

Auf der Plattform bildungsurlauber.de bekommst du einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, die bezahlte Auszeit vom Job zu nutzen. Zusätzlich gibt es Infos auf den offiziellen Seiten deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde. Die meisten Anbieter von Kursen, die als Bildungsurlaub anerkannt sind, stellen dir Formulare zur Verfügung, mit denen du den Urlaub beantragen kannst.

2. Antrag auf Sonderurlaub stellen

Wenn du einen passenden Kurs gefunden hast, beantragst du Bildungsurlaub bei deiner Arbeitsstätte – in der Regel wird dieser als Sonderurlaub behandelt. Ein Tipp von Lara Körber, CEO und Co-Gründerin von bildungsurlauber.de, falls Nachfragen zur Wahl deines Bildungsurlaubs kommen: „Viele sorgen sich, dass Unternehmen Bildungsurlaub als Fehlzeit statt Förderung interpretieren, besonders, wenn es um berufsfremde Weiterbildungen geht. Dabei ist mentale und körperliche Gesundheit auch im Berufsleben wichtig – wer auf seine persönlichen Bedürfnisse achtet, handelt unserer Meinung nach hochprofessionell.“

3. Buchen

Wenn dein Urlaubsantrag genehmigt wurde, steht deiner Buchung nichts mehr im Wege. Über Programme wie die Bildungsprämie Bund oder ähnliche Fördermöglichkeiten der Bundesländer kannst du Unterstützung bei den Kosten bekommen.

Gut zu wissen: Solltest du gerade im Bewerbungsprozess stecken oder in Gehaltsverhandlungen stecken, könntest du deinen nächsten Bildungsurlaub direkt als Vereinbarung festhalten lassen. So sparst du dir Diskussionen um deinen Urlaubsantrag.

Eine längere Auszeit vom Job nehmen: Das Prinzip Sabbatical

Du willst länger raus aus dem Job als es dein Urlaubsanspruch hergibt? Dann könnte ein Sabbatical für dich infrage kommen. Dieses bietet sich zum Beispiel an, wenn du:

  1. länger am Stück reisen willst, zum Beispiel wenn du die Elternzeit verlängern möchtest

  2. eine*n Angehörige*n pflegen möchtest

  3. nach einer Trennung oder dem Verlust einer Person Zeit für dich brauchst

  4. dich umfassender weiterbilden möchtest, als es der Bildungsurlaub vorsieht

„Wenigstens eine Idee, was man mit der freien Zeit anfangen will, sollte schon da sein und im besten Fall bereitet man für den ersten Monat schon etwas vor, um den Einstieg ins Sabbatical zu erleichtern“, rät Barbara Horvatits-Ebner. Die Reisebloggerin und Psychologin hat selbst ein Sabbatical hinter sich und ist der Meinung, dass die Auszeit einem persönlich sehr weiterhelfen kann – wenn man sie entsprechend nutzt. Denn gerade, wenn der Alltag sonst sehr stark durchgetaktet ist, könntest du vom Nichtstun erst einmal überfordert sein.

Sabbatical oder Auszeit vom Job nehmen: So klappt‘s

Eine Auszeit vom Job will gut geplant sein. „Finanziell kann es im Sabbatical schon recht eng werden“, so Horvatits-Ebner. Eine Möglichkeit ist es, in deinem Job eine Zeit lang bei reduziertem Gehalt vorzuarbeiten, um dann während deiner Abwesenheit ein geregeltes Gehalt zu bekommen. Geht dein*e Arbeitgeber*in hier nicht mit, wäre es auch möglich, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Wichtig ist, zu regeln, ob du für die Zeit, in der du nicht deinem regulären Job nachgehst, kranken- und sozialversichert bist. Außerdem ist es gut, wenn du vorher einmal Kassensturz machst: Kommst du mit deinem Ersparten über die Runden? Kannst du einem Minijob nachgehen?

Wenn du während deiner beruflichen Auszeit reisen willst, solltest du überlegen, was du mit deiner bisherigen Bleibe machst: untervermieten oder komplett auflösen? Verträge mit dem Fitnessstudio & Co. solltest du pausieren oder kündigen. Dazu sollten deine Dokumente auf dem neuesten Stand sein und du solltest deine Mobilfunkoptionen auf deine neue Situation anpassen.

Auszeit vom Job für Weiterbildung nutzen

Dich zieht es gar nicht in die Ferne, du brauchst trotzdem einmal eine Auszeit von deinem Job? Du hast das Gefühl, du bist in deinem Job festgefahren und möchtest dich beruflich umorientieren – das aber am liebsten, ohne zu kündigen? Dann besprich mit deinen Vorgesetzten, welche Möglichkeiten sie sehen, dich innerhalb des Unternehmens weiterzubilden. Wenn bei euch Fachkräfte im Bereich IT fehlen sollten, könntest du dich in einem unserer Bootcamps weiterbilden lassen und dein Unternehmen in die Zukunft führen. Dein Sabbatical könntest du bspw. dazu nutzen, um in 12 Wochen Web-Developer*in oder Data Analyst zu werden.

Dein Weg zu einer gut genutzten Auszeit vom Job

Wenn du deinen alten Job kündigst und dich neu aufstellen willst, bist du bei uns bestens aufgehoben. Du kannst unsere Bootcamps auch mithilfe unseres Finanzpartners Chancen eG finanzieren. Zudem sind wir als Bildungsträger zertifiziert, sodass du den sogenannten Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit einsetzen kannst. Wir sind angetreten, um zu beweisen, dass jede*r den Weg in die IT schaffen kann. Und das ganz unabhängig davon, woher du kommst und welchen Hintergrund du hast. Wir arbeiten für eine diverse Welt, in der niemand zu alt ist oder zu viele Kinder hat. Let’s code the rainbow. 🌈


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