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Unser Schwarm #26 – Christine Martens (29), Absolventin und Data Scientist bei Gruner + Jahr
Wie es im Bootcamp täglich zugeht, habt ihr vielfach schon gehört oder gelesen. Was aber ist die Motivation unserer TeilnehmerInnen überhaupt eine Weiterbildung zum Webdeveloper oder zum Data Scientist zu absolvieren? Was aber hat es mit dem Digitalen Gesellenstück auf sich? Und wie gelingt der Jobeinstieg? Unsere Absolventen antworten aus ihrer ganz eigenen Sicht...

vor 2 Monaten

Unser Schwarm #26 – Christine Martens (29), Absolventin und Data Scientist bei Gruner + Jahr

Mathematik kann Komplexes vereinfachen

Mit der Windenergie kam ich erstmals in meinem Bachelor Studium in Berührung. Ich hatte zunächst an der Uni Hamburg mit Wirtschaftsmathematik begonnen, wechselte aber nach zwei Semestern an die Fachhochschule Flensburg. Mir fehlte einfach der Praxisbezug.

Auf der Suche nach einem Unternehmen für mein Praxissemester landete ich bei DNV GL – wieder in Hamburg, Dort habe ich ein Tool zur numerischen Berechnung von aerodynamischen Lasten auf Vertikalachswindkraftanlagen in Python entwickelt und im Anschluss meine Bachelor-Thesis über dieses Thema geschrieben.

Das hat nicht nur meinen Spaß am Programmieren geweckt, sondern war auch der Auslöser mich für den Masterstudiengang für Wind Engineering in Flensburg einzuschreiben. Meine Masterarbeit habe ich am Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme kurz IWES in Oldenburg geschrieben und das war ein echter Volltreffer für mich. Bei der Planung von Windparks müssen zunächst die Windbedingungen am Standort ausgewertet werden. Dabei ist es normal, dass immer wieder Messdaten fehlen, weil Messgeräte auf dem Meer durch stürmische Böen Schaden nehmen und je nach Wetterlage kann eine Reparatur nicht sofort erfolgen. Meine Aufgabe war es, ein Pythonskript zu entwickeln, mit dem diese Lücken in Windmesszeitreihen mittels Simulationsdaten und statistischer Methoden gefüllt werden können.

Meine Abschlussarbeit trägt dazu bei lückenlose Zeitreihen zu berechnen, damit bei der Standortanalyse, der richtige Anlagentyp ausgewählt und der zu erwartende Energieertrag berechnet werden kann. Bei der Auswertung der Daten konnte ich mittels Programmierung meine erlernten mathematischen Modelle und Methoden in einem spannenden Gebiet praktisch anwenden. Mathematik als Background und Programmieren als Werkzeug waren für mich fachlich genau die Kombination, die mir liegt und meinem Verständnis von angewandter Mathematik entspricht.

 Heute weiß ich, dass genau das Data Science ausmacht. Nach dem Master arbeitete ich noch fünf Monate am Fraunhofer Institut, um meine Arbeit zu vollenden. Weil die Branche aber 2017 in der Krise steckte, stieg ich schließlich in die Software-Entwicklung ein. Ich stellte ich fest, dass Entwickeln in Java ganz anders ist als die Arbeit mit Python und mir ist klar geworden, dass mir das Anwendungsgebiet liegen muss, damit ich mich mit meinem Job identifizieren kann.  Mit diesen neuen Erfahrungen im Gepäck, machte ich mich auf die Suche nach einem anderen Job. Statt Software zu entwickeln, wollte ich wieder mit der Hilfe von Mathematik und Python Programmieren und Daten sortieren, um komplexe Probleme zu praktischen Modellen zusammenzufassen – damit das Komplexe vereinfacht wird. Das klassische Berufsbild eines Data Scientist.

Das Coding Bootcamp war der Einstieg in eine Community

Auf der Suche nach einem passenden Job stieß ich trotz meines Studiums und meiner Vorerfahrung schnell an Grenzen. Ein weiteres Studium war keine Option für mich und ich suchte nach passenden Alternativen. Weder kurze Weiterbildung, die mir wenig ausführlich erschienen, noch eines der E-Learning-Angebote überzeugten mich.

Anders war es mit neue fische. Hier hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass gefunden zu haben, wonach ich gesucht habe. Wer die Räumlichkeiten von neue fische betritt, hat nicht das Gefühl, sich in angestaubten Fortbildungsräumlichkeiten zu bewegen, sondern merkt sofort, in einem modernen Bildungs-Start-Up zu sein. Dies wird nicht allein durch die Optik, sondern auch durch die Art des Lernens schnell klar. In der Weiterbildung zum Data Scientist bei neue fische habe ich sowohl fachlich das Rüstzeug für den Start in den Job vermittelt bekommen als auch von Anfang an so im Team gearbeitet, wie ich es heute im Job tue. Das ist meiner Meinung nach mindestens genauso wichtig und auch unser Kurs war ein Spiegelbild davon, wie dynamisch die Digitalwirtschaft ist.

Obwohl wir aus unterschiedlichen Bereichen und mit sehr verschiedenen Vorerfahrungen gestartet sind, waren wir alle auf einem gemeinsamen Nenner. Die Zeit bei neue fische war, neben der Fortbildung in einem großartigen Kurs, für mich der Einstieg in die Digitalwirtschaft und die mit ihr verknüpften Community. Da es bei neue fische nicht nur das Bootcamps für Data Science sondern auch für Web Development anbietet, bekam ich gute Einblicke in ihre Arbeit und lernte mehr über die Herausforderungen dieses Berufs. Das war für mich wichtig, denn durch den Austausch mit den Teilnehmern habe ich mein eigenes Blickfeld für andere Technologien erweitert und mir ist klar geworden wie dynamisch die Digitalwirtschaft ist. Das hat mir auch die Augen für die Gesamtheit der Entwicklungsmöglichkeiten geöffnet und ist bis heute das was mich begeistert. Durch neue fische habe ich Kontakt zu Menschen gefunden, die sich beruflich für die gleichen Fragen interessieren wie ich und mit vielen Alumnis stehe ich nach wie vor in Kontakt. Hamburg hat eine lebendige Digitalwirtschafts - Community und es ist schön ein Teil dieses Netzwerks zu sein.

Im Bootcamp wird strukturiert gelernt

Die Coaches halfen uns, die generelle Denkweise zu verstehen und die Methodik zu lernen. Wir haben fundiertes Wissen über Machine Learning vermittelt bekommen. Was vorher für mich Buzzwords waren, lernte ich, in den richtigen Zusammenhang zu setzen.

In Python habe ich durch die Hilfe der Coaches einen großen Sprung gemacht. Vorher habe ich mich von Projekt zu Projekt gehangelt. Jetzt kann ich sauber programmieren und habe viele wichtige und weit verbreitete Data Science Tools kennengelernt zum Beispiel die Python Library Pandas, mit der Daten des Data Frames gespeichert und verarbeitet werden können. Diese Technik ist beim täglichen Arbeiten mit Daten sehr nützlich und gefragt. Nach meinem Bootcamp fühlte ich mich fachlich gut gerüstet für den Job und wusste auch: Data Science ist nicht gleich Data Science.

Mit dem Themenfeld Data Science habe ich bei neue fische wiederentdeckt, was mir schon bei meiner Masterthesis so viel Spaß machte und was ursprünglich mein Antrieb war, in die Windenergie-Branche einzusteigen. Zudem fand ich im Bootcamp unabhängig von der Branche heraus, wie ich arbeiten möchte – ein sehr gutes Gefühl.

Gruner + Jahr war Liebe auf den ersten Blick

Nach dem Bootcamp fühlte ich mich, anders als bei meinem ersten Berufseinstieg, sehr gut gerüstet bei der Jobsuche und hatte viele Vorstellungsgespräche. Wer bei neue fische in einem Bootcamp ist profitiert auch von dem guten Netzwerk und den Partnern, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Durch dieses Partnernetzwerk habe ich die Chance eines Meetups beim Medienunternehmen Gruner + Jahr genutzt. Gruner + Jahr ist ein sehr agiles Unternehmen, das viele Möglichkeiten bietet.

Das Treffen war eine super Möglichkeit für ein ungezwungenes Kennenlernen und für mich der Einstieg in den Job. Obwohl es mir nicht leicht gefallen ist andere Angebote auszuschlagen oder weiterzuverfolgen, hatte ich genau wie bei neue fische hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Die Kombination aus einem tollen Standort, einen spannenden Aufgabenbereich und einem jungen Team waren genau das, was ich gesucht habe. Außerdem bietet das Unternehmen für mich viele Entwicklungsmöglichkeiten.

Es ist schön in einem Team mit gleichaltrigen Kollegen zu arbeiten. Wir sind eine junge Abteilung und mein Chef hat von Anfang an deutlich gemacht, dass ihm ein gutes Arbeitsklima mit einem zufriedenen Team mindestens so wichtig ist wie die Qualifikation seiner Mitarbeiter. Schließlich könne man fachlich immer dazu lernen, jedoch nur im richtigen Umfeld. Das und die Tatsache, dass ich als eine der ersten in meinem Bereich eingestellt wurde, waren spitze. Von Anfang an hatte ich viel Freiraum bei der Mitgestaltung meines Arbeitsplatzes.

Mittlerweile arbeite ich seit 10 Monaten bei Gruner + Jahr und weiß, dass ich genau den richtigen Job gefunden habe. In meiner Funktion habe ich die Aufgabe große Datenmengen zu analysieren, darin Muster zu erkennen und mit diesen Erkenntnissen Handlungsempfehlungen abzuleiten. Ich fungiere häufig als Schnittstelle zu den unterschiedlichen Abteilungen und merke, dass ich dadurch die Zukunft mitgestalten kann. Schließlich kann mit der richtigen Analyse von Daten vieles positiv verbessert werden. Bei Gruner + Jahr habe ich den Job gefunden, der mir Spaß macht.

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