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Data Science Bootcamp in "Live-Remote" - unsere Coaches im Interview

vor 5 Monaten

Data Science Bootcamp in "live-remote" - unsere Coaches berichten

Unsere Data Science Coaches Dr. Dirk Ulbricht und Larissa Hubschneider teilen ihre Erfahrungen.

Covid-19 hat auch neuefische eiskalt erwischt. Bewusst geplant war ein 3-monatiges Data Science Bootcamp - im Präsenzmodus. Von einem Tag auf den anderen war das nicht mehr möglich. Die Entscheidung, auf Remote Live-Unterricht umzustellen, war schnell getroffen, am 13.3. hieß es “Remote-First”! Dennoch war es für uns alle spannend. Was sind die Learnings nachdem die Weiterbildung zum Data Scientist nun 2 Monate später zu Ende geht?

Dirk: Der direkte persönliche Austausch mit den Studenten ist essentiell und die große Stärke des neuefische Ansatzes. Unsere Bootcamps sind ein sehr intensives Erlebnis. Klar, man bekommt danach mit großer Wahrscheinlichkeit einen Job in einem Zukunftsberuf. Dafür muss man aber auch in 2 Monaten eine unglaubliche Stoffmenge bewältigen und dann in knackigen 4 Wochen mittels eines digitalen Gesellenstücks das Erlernte unter Beweis stellen. Die Tage sind lang und stark durchgetaktet. Die Anforderungen an die Studenten und Coaches sind gleichermaßen hoch. 

Larissa: Neben einer hohen Unterrichtsqualität, ist die Motivation der einzelnen Teilnehmer deshalb auch der Schlüssel für den Erfolg des Bootcamps. Nicht umsonst durchlaufen alle Bewerber ein dreistufiges Auswahlverfahren. Denn in den 3 Monaten hat erfahrungsgemäß jeder Student meist mehrere Augenblicke, in denen die Selbstzweifel überwiegen oder die eigenen Ambitionen perfekt zu sein, nicht zu verwirklichen sind. Dafür sind wir Coaches da. In regelmäßigen Einzelgesprächen und im aktiven Austausch bei den täglichen Stand-ups gilt es, die Stimmung der Studenten jederzeit im Auge zu behalten und eine positive und dynamische Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Präsenzunterricht wäre klar die bessere Lösung. Dennoch kommt man auch im digitalen Unterrichtsraum zu recht. 

Dirk: Mit Video Conferencing Tools hat man alle Studenten im Blick, zum Teil sogar besser als im physischen Klassenraum. Alle schauen zwangsläufig nach vorne und Nebengespräche finden einfach nicht statt. Fragen können besser gefiltert werden, wenn sie in den Online Chat eingestellt werden. Das Teilen eines Bildschirms ist jetzt auch für Studenten einfacher möglich, da das Connecten mit dem Bildschirm einfach ohnehin zur Grundausstattung von Hangout oder Zoom gehört. Einzelgespräche lassen sich in den digitalen Räumen ebenfalls durchführen. Die Frequenz der Einzelgespräche haben wir übrigens im Vergleich zum Präsenzformat erhöht. 

Larissa: Selbst das beiläufige Gespräch neben dem Kaffeeautomaten - eine nicht zu unterschätzende soziale Institution - muss nicht völlig wegfallen. Ein Raum für gemeinsame Pausengespräche ist immer offen. Hat jemand Lust, gibt er den anderen kurz Bescheid. Selbstverständlich ersetzt das nicht das persönliche Gespräch und es ist nicht für jeden etwas. Dennoch haben sich in den letzten 1-2 Wochen auch gemeinsame Mittagessen, Kaffeeklatsch oder Feierabendbier vor dem Bildschirm etabliert. 

Dirk: Neben dem Motivatorischen klappt der Remote Unterricht auch sonst gut - und das bestätigt auch unsere Umfrage, die wir natürlich anonym unter unseren Teilnehmern durchgeführt haben. Ein paar Dinge funktionieren sogar besser, als im Präsenzunterricht: Hängt jemand bei einem Problem oder hat man Fragen zu Unterrichtsmaterialien, kann man via Handzeichen oder Slack Nachricht auf sich aufmerksam machen. Auch das Teilen von Lösungen für einzelne Blocker beim Programmieren funktioniert über dieses Tool besser. Die Infos erreichen jetzt nicht nur die jeweiligen Tischnachbarn, sondern über den Gruppenchannel den gesamten Kurs inklusive Coaches. Bei Teamarbeiten schauen alle automatisch auf einen geteilten Bildschirm bzw. ein Notebook in Colab, das fokussiert die Diskussion. Die gemeinsame Arbeit an einem Dokument in der Cloud, in dem man den gemeinsamen Fortschritt live sehen kann, hilft ebenfalls sehr. 

Larissa: Viele der derzeitigen Studenten haben betont, dass es für sie wichtig war, dass sich der Kurs bereits einen Monat lang persönlich vor Ort kennenlernen konnte - bevor es in den Remote Modus ging. Im Bootcamp steht das Team im Mittelpunkt. Das muss zusammenwachsen können, was in einem persönlichen Austausch viel leichter geht. Die Atmosphäre in einem echten Klassenraum lässt sich daher kaum ersetzen. Ich bin dennoch zuversichtlich, dass es uns gelingt beim nächsten, remote startenden, Bootcamp diesen Zusammenhalt herzustellen. Dabei kommen uns nicht zuletzt auch die Erfahrungen der letzten beiden Monate zugute. So werden wir gerade in den ersten Wochen nicht nur fachliche Videokonferenzen ansetzen, sondern bewusst auch persönliche Gespräche pflegen. 

Dirk: Bei einigen Studenten und zum Beispiel auch bei mir sind Kinder zu Hause und die Betreuung ist zum Teil nicht richtig sichergestellt. Die Lebenspartner sind in der Regel ebenfalls im Homeoffice. Dass die Stimmung auch bei anhaltenden Social Distancing gut blieb, ist für uns nicht selbstverständlich. Extra großen Wert haben wir von Beginn an auf den Channel #zufälliges gelegt - dort wird zuletzt vor allem Absurdes aus der Welt drumherum geteilt. Zum Glück haben wir bei dem jetzt anstehenden Kurs durch die aktuellen Lockerungen die Möglichkeit, einzelne Elemente der Weiterbildung auch im Präsenzformat abbilden zu können. Natürlich wird das mit den Abstandsregeln, Raum Beschränkungen und Maskenpflicht nicht dasselbe. Jetzt gilt es daher, möglichst passgenaue blended Learning Ansätze weiterzuentwickeln. 

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