Erfahrungsbericht

Axels Erfahrungsbericht #8: Aus dem Web Developer-Bootcamp in den Job!

31. Oktober 2018

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Axel möchte Digital Nomad werden - und hat sich deshalb für ein Bootcamp als Web Developer entschieden!


Axels Erfahrungsbericht #8: Aus dem Web Developer-Bootcamp in den Job!

Ein Unternehmen, das zu mir passt, ist gefunden.

Mein Name ist Axel, ich bin 32 Jahre alt und befinde mich auf dem Weg zum digitalen Nomaden. Ich habe mich nach längerem Vorlauf und Selbststudium zu einem Bootcamp bei neue fische entschieden. Wie es dazu kam, welche Erfahrungen ich im Bereich Web-Development bisher gemacht und welche Lehren ich daraus gezogen habe, das werde ich an dieser Stelle Schritt für Schritt mit euch teilen. Dies ist hoffentlich nicht der letzte Artikel, den ich für neue fische schreibe, aber auf jeden Fall ist es der letzte, den ich während meiner Bootcamp-Zeit verfasse. Das letzte Mal habe ich euch von unserem digitalen Gesellenstück, also unserem Abschlussprojekt, erzählt. Seitdem ist so einiges passiert, vor allem bei der Jobsuche.

Hey Leute!

Dies ist hoffentlich nicht der letzte Artikel, den ich für neue fische schreibe, aber auf jeden Fall ist es der letzte, den ich während meiner Bootcamp-Zeit verfasse. Das letzte Mal habe ich euch von unserem digitalen Gesellenstück, also unserem Abschlussprojekt, erzählt. Seitdem ist so einiges passiert, vor allem bei der Jobsuche.

Zusammen zum Ziel

Vier Wochen Zeit hatten wir, um unser gelerntes und anhand kleiner Projekte erprobtes Wissen aus zwei Monaten in unserem großen digitalen Gesellenstück umzusetzen. Jeder hatte seine eigene Idee. Wir sollten nun eigenständig Probleme lösen, die sich im Verlauf der App-Programmierung ergaben! Trotzdem hat man in dieser Zeit noch einmal den Zusammenhalt der Gruppe gespürt. Auch bei völlig unterschiedlichen Aufgaben, haben wir uns gegenseitigen Support gegeben und jeder hat dem anderen hier und da unter die Arme gegriffen, denn schließlich hat jeder seine individuellen Stärken und Schwächen. Und natürlich war auch Jerry für uns da – in regelmäßigen Reviews steuerte er uns durch das Projekt und hatten wir größere Probleme, die wir alleine oder mit Hilfe von unseren Kommilitonen nicht lösen konnten, hat er sich selbstverständlich die Zeit genommen, um uns Hilfestellung zu geben. Zusätzlich stand uns auch Coach Hans jederzeit zur Seite: Vielen Dank an euch beide!

Mein digitales Gesellenstück: eine Community für Developer

Mein digitales Gesellenstück präsentiert eine deutschsprachige Developer Community: Hier sollen sich Developer mit verschiedenen Wissensständen connecten, austauschen, Hilfestellung geben und vieles mehr: mehr oder weniger eine Mentoring-Plattform für Developer.

Ich habe bei meiner App auf den MERN Stack gesetzt. MERN steht für MongoDB, Express, React und NodeJS. Es ist also eine Fullstack App, in der ich alle Facetten der Webentwicklung mit einbringen konnte. So habe ich einen Backend-API-Server mit NodeJS und Express umgesetzt, eine Datenbank mit MongoDB und Mongoose, und clientseitig, also im Frontend, eine React-App mit Redux. Backend und Client kommunizieren also über meine RESTFUL-API Schnittstelle.

Alle Themen, die im Bootcamp durchgenommen wurden, haben sich noch einmal extrem gefestigt. So ist man nach dem ersten eigenen Projekt auf einem ganz anderen Skill-Level. Da ich eine “richtige” App mit Authentifizierung und Autorisierung umsetzen wollte, habe ich mir noch ganz viel neue Skills aneignen können. Ich habe zu Themen wie Web-Sicherheit, Registrierung, Login/Logout, Request & Response, Webserver, Auth-Header, Deploying und vielen weiteren Themen recherchiert und diese in der App mit umgesetzt. Genau so muss es meiner Meinung nach sein. die Lernkurve muss steil nach oben gehen: Fehler machen, diese beseitigen, dazu lernen und wieder von vorn starten.

Letztendlich ist so eine App niemals „wirklich“ fertig gestellt. Es gibt immer etwas zu verbessern oder weiter zu entwickeln. Neue Ideen zu weiteren Features, die ich in meiner App umsetzen möchte, habe ich tausende. Deswegen werde ich das Projekt auch nach dem Bootcamp fortführen und hoffentlich eine einzigartige deutsche Developer Plattform etablieren – ganz passend, dass es noch eine grosse Abschlusspräsentation gibt, auf der auch ich mein Projekt einem breiten Publikum vorstellen werde.

Ihr könnt euch das Projekt aktuell unter www.codehustla.io anschauen. Ich würde mich freuen, wenn ich hierzu Feedback für Funktionen oder Ähnliches von euch bekomme, um die App weiter voran zu treiben. Ich würde die App gerne mit euch wachsen lassen.

Jobs als Webentwickler gibt es wie Sand am Meer

Während des Abschlussprojektes habe ich auch angefangen, intensiv auf Jobsuche zu gehen. Jobs als Webentwickler gibt es wie Sand am Meer. Gibt man in die Suche bei Indeed beispielsweise einmal “Javascript - Hamburg” ein, findet man knapp über 1.000 Stellenangebote. Zu jedem Absolventen passen jedoch ganz unterschiedliche Jobs: Einige sehen sich eher in einer großen Digitalagentur, die anderen eher in einem Startup.

Die Zeit der Jobsuche war anstrengend, aber aufregend. Neben den Unternehmenspartnern, die sich persönlich bei neue fische vorgestellt haben, war ich natürlich auch eigeninitiativ unterwegs. Ich habe zirka 20 Bewerbungen geschrieben und acht Interviews gehabt. Es gab persönliche Gespräche, Telefoninterviews und Videochats. Das Tolle in dieser Branche: Die Bewerbungsprozesse sind kurz und die Entscheidungswege schnell. Meist ist es so, dass kurz nach einem Bewerbungsgespräch ein technisches Interview bzw. ein Probetag ansteht. Auch danach gibt es dann meist eine schnelle Entscheidung.

Im Rahmen der Gespräche habe ich immer meinen Traum vom digitalen Nomadentum präsentiert – und so erfahren, dass Deutschlands Digitalbranche dem Thema Remote-Work gemischt gegenüber steht. Was in anderen Ländern schon gang und gäbe ist, stößt hier teilweise auf Ablehnung. Mensch, Deutschland: Wach auf!

Der richtige Job als Developer: die Qual der Wahl

Dalia, die großartige Gründerin des neue fische Bootcamps, hat mir letztlich meinen Traumjob vermittelt. Die Firma heißt Contenflow und hat eine Software für Video-Livestreaming entwickelt. Durch das relativ kleine Team herrscht absolute Startup-Mentalität. Der Ablauf war wie folgt: Dalia hat mich empfohlen, zirka eine Woche später gab es einen Videocall zwischen Contentflow und mir, fünf Tage später war ich bei einem bezahlten Probearbeitstag, zwei Tage später bekam ich von der Geschäftsführung eine E-Mail aus New York, ob ich dabei sein möchte.

Ich meine, wie geil ist das denn!? So etwas habe ich noch nie erlebt: kein Schnickschnack, keine wochenlangen Bewerbungsprozesse! Man lernt sich kennen und entweder passt es oder halt nicht. Das nenne ich zukunftsweisend. Da noch zwei weitere Angebote vorlagen, war ich sogar in der Position, mir meinen Arbeitgeber aussuchen zu können. Wenn man die Qual der Wahl hat, ist es schon komisch. Sowas hatte ich in meiner vorherigen Karrierelaufbahn auch noch nie. Naja, die Entscheidung ist aber eindeutig für Contentflow gefallen. Es gibt Büros in Hamburg, Berlin und New York. Das ist für mich mit meinem Wunsch nach digitalem Nomadentum natürlich ein wahr gewordener Traum!

Falls es Neuigkeiten gibt, lasse ich es euch wissen.

Euer Axel


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