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Unser Schwarm

Wie es im Bootcamp täglich zugeht, habt ihr vielfach schon gehört oder gelesen. Was aber ist die Motivation unserer TeilnehmerInnen überhaupt eine Weiterbildung zum Webdeveloper oder zum Data Scientist zu absolvieren? Was aber hat es mit dem Digitalen Gesellenstück auf sich? Und wie gelingt der Jobeinstieg? Unsere Absolventen antworten aus ihrer ganz eigenen Sicht...

vor 3 Monaten

Unser Schwarm #31: Für Carlotta (26) macht Data Science für ihren Berufseinstieg den Unterschied

Mathematik ist die Universalsprache

Nach dem Abitur entschied ich mich für einen Doppelbachelor in VWL und Jura an der Universität Göttingen. Der Studiengang hat mich gereizt, weil ich nach dem Abschluss viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung habe. Trotzdem war mir schnell klar, dass ich nicht Juristin werden möchte.

Bereits in der Schule habe ich meine Liebe zur Mathematik entdeckt. Zahlen sind die internationalste Sprache der Welt, schließlich gibt es keine Sprachbarrieren. Das gefällt mir. Meine Mutter ist Spanierin, sodass ich zweisprachig aufwuchs und ein Praktikum in Madrid absolvierte. Sprachen sind für mich eine Bereicherung, ich reise gerne und kann mir gut vorstellen in einem international agierenden Unternehmen zu arbeiten. All das möchte ich mit der Universalsprache Zahlen verbinden.

Am Ende meines Bachelorstudiums machte ich ein Praktikum in der Finance-Abteilung des Ulmer Unternehmens ZwickRoell. ZwickRoell ist Weltmarktführer für Prüfmaschinen und international gefragt bei der Materialprüfung. Ich durfte die Niederlassung in Atlanta kennenlernen. Ein Standort, an dem auch viele andere Weltmarktführer aus Baden-Württemberg eine Dependance haben. Nach diesem Praktikum war mir klar, dass mich der Bereich Finance reizt, weshalb ich mich für einen Masterstudiengang in der Nähe meiner Heimatstadt Ulm entschied. Ich immatrikulierte mich an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen für Corporate Management & Economics, da die Uni für praxisnahe Lehre bekannt ist. Zudem bleibt die Studienganggröße überschaubar. Unsere Masterklasse bestand aus 20 Studierenden und der Studiengang hat von Beginn an meine Erwartungen erfüllt.

Empirische Forschung hat mein Mindset erweitert

Die Zeppelin Universität legt viel Wert auf empirische Forschung. Wir wurden von Anfang motiviert, uns damit auseinanderzusetzen, was mir sehr gefiel. Zur Vorbereitung auf meine Masterthesis habe ich viele Kurse belegt, in denen ich die verschiedenen Vorgehensweisen und Forschungsmethoden kennenlernte. 

Für meine Masterarbeit habe ich zum ersten Mal empirisch geforscht. Anhand von Bilanzen verglich ich die Entwicklung der immateriellen Güter von Hightech- und Nicht-Hightech-Firmen. Um die vielen Daten zu analysieren, nutzte ich die Opensource Software R. Das war mein Aha-Erlebnis. Die Software hat einen offenen Quellcode und um die Herausforderung Datenbereinigung zu meistern, musste ich selbst anfangen, zu programmieren. Bis zu diesem Punkt hatte ich mich in meinem Studium nur mit der Interpretation der Daten beschäftigt. Der Weg dahin war nie ein Thema.

Meine Masterarbeit hat mein Denken verändert. Auch ich hatte ein vollkommen falsches Bild von Coden im Kopf. Leider ist es an den Unis nach wie vor so, dass die moderne Daten-Interpretation den Informatikstudiengängen vorbehalten bleibt.

Viele Frauen studieren Wirtschaft, aber wenige nutzen das Potenzial für Informatik

Frauen sind in den Hörsälen von Wirtschaftsfakultäten keine Exoten, VWL und BWL sind beliebte Studiengänge. Dabei zählen Ökonometrie und Statistik zu den Grundlagen, die alle lernen müssen. Damit haben Frauen die besten Voraussetzungen, um sich Data Science zu erschließen. Trotzdem ist der Weg dahin nicht nur für Frauen schwierig.

Viele Universitäten bieten Data Science nur im Rahmen eines Informatikstudiums an und denken die Möglichkeiten für andere Studiengänge viel zu wenig mit. Das ist schade, denn es wäre sinnvoll, bereits in der Universität Data Science zu fördern, die Studierenden zur Datenanalyse zu motivieren und das entsprechende Rüstzeug zu vermitteln. Obwohl ich durch mein VWL-Studium sicher im Umgang mit den mathematischen Grundlagen bin, die ich als Data Scientist benötige, wäre an der Universität oder Hochschule ein Informatikstudium der Einstieg. Das schreckt mich und andere ab. Es sorgt dafür, dass sowohl Frauen als auch Männern nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das Wissen, dass so zukunftsweisend für die unterschiedlichsten Disziplinen ist, scheint in einem unerreichbaren Elfenbeinturm zu bleiben.

Als ich mich nach meinem Masterabschluss mit meinen Zukunftsplänen beschäftigte, blieb die Erkenntnis, dass ich gerne im Bereich Finance arbeiten möchte. Mir fehlte allerdings noch ein Baustein, um ins Berufsleben zu starten: Data Science – der Schlüssel zu vielen Jobs, die mich reizen. Daten, der Umgang mit Daten und die Rückschlüsse, die aus der richtigen Analyse möglich sind, werden unser Handeln in Zukunft noch stärker prägen. Darüber habe ich mich sehr intensiv mit meinem Bruder ausgetauscht.

Er studiert Wirtschaftsinformatik in Mannheim und hat mich auf den Bootcamp-Ansatz aufmerksam gemacht. Schnell wurde mir klar, dass Coden nicht so kompliziert ist, wie die allgemeine Wahrnehmung suggeriert. Durch meine Masterarbeit bin ich offen für das Programmieren geworden und da mich zum ersten Mal auch der Weg dahin interessiert hat, sind Grenzen in meinem Denken eingerissen worden.

Ich habe mich gegen ein weiteres Studium und für das Bootcamp von neue fische entschieden

Als ich am Ende des Sommersemesters meinen Master in der Tasche hatte, war die Jobsuche kein Thema mehr für mich. Hinzu kam, dass die Coronapandemie auch mein Leben veränderte. Über den t3n-Podcast und den Handelsblatt-Podcast „Disrupt“ bin ich auf Dalia Das und neue fische aufmerksam geworden.

Dalias Ansatz, besonders Frauen zu ermutigen, den Quereinstieg in die Digitalwirtschaft zu wagen, war mir auf Anhieb sympathisch. Ein Bootcamp war genau das Puzzleteil, dass mir fehlte. Ich finde es gut, dass bei einem Bootcamp alle die gleiche Chance haben und innerhalb von 12 Wochen einen Bildungsimpuls setzen können. Wir sind eine buntgemischte Gruppe, jeder von uns bringt andere Erfahrungen mit. Das ist sehr inspirierend.

Positiv finde ich auch, dass im Bootcamp im Team gelernt wird. Lernen im neue fische-Bootcamp ist für mich die Mischung aus Praxis und Theorie, die auch für viele Hochschulen eine Bereicherung wäre. All unsere Coaches wissen genau, welche Kompetenzen ein zukünftiger Data Scientist braucht, um sich in einem Unternehmen zu etablieren. Immer wieder werden wir darin bestärkt, dass wir beim Lernen ein Team sind und Teamarbeit auch in der Zukunft den Unterschied machen wird. Deswegen vermitteln uns die Coaches immer wieder die theoretischen Grundlagen, die ein Data Scientist braucht. Die Theorie vertiefen wir anschließend in praktischen Übungen.

Aktuell habe ich mein Bootcamp gerade abgeschlossen und bin sehr gespannt, wo die anderen Teilnehmer und ich im Anschluss Fuß fassen. Ich möchte nach wie vor im Bereich Finance arbeiten, am liebsten in Frankfurt. neue fische gibt mir das sehr gute Gefühl, dass mir nach dem Bootcamp noch mehr Türen offenstehen.

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